Jugend 19 des VfL Niederwerrn qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft 2017

Auf dem Foto das erfolgreiche Team: vorne v. links: Trainer Stefan Carr, Selina Müller, Luisa Fusch, Janika Sieber, Antonia Stöcker, Co-Trainerin Susi Köhler hinten v. links: Elisa Hartmann, Chiara Nicklaus, Jasmin Ponischil, Amelie Worcester (Foto: Jeanette Englisch - Korball Jugend VfL Niederwerrn)
Es ist geschafft! Die Korbball-Jugend 19 des VfL Niederwerrn hat sich am Sonntag, 2. Apri, in Marktoberdorf die Silbermedaille bei der Bayerischen Meisterschaft erkämpft und sich damit für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Stefan Carr und Co-Trainerin Susi Köhler, die im letzten Sommer bereits Bayerischer Meister der Feldrunde 2016 wurde, freute sich riesig über den zweiten Platz, wenngleich Gold greifbar nahe war. Es gab zunächst ein Klassespiel zum Auftakt gegen den Südbayern-Meister TV Irsee, dem man beim 16:6-Erfolg keine Chance lies. Überragend dabei Amelie Worcester, die mit ihren 8 Körben die Allgäuer fast im Alleingang schlug und am Ende mit 10 Treffern sogar Korbschützenkönigin des gesamten Turniers wurde. Im zweiten Match gegen den SV Geisenried (Süd-Zweiter) tat man sich lange sehr schwer. „Die südbayerischen Vereine haben enorm aufgeholt. Was Geisenried da bot, war im Ansatz sehr guter, schneller Korbball, aber letztendlich haben wir ruhig weiter kombiniert und über die deutlich bessere Kondition das Spiel am Ende doch noch klar gewonnen“, meinte Michael Müller, Betreuer des VfL. Bis 2 Minuten vor der Pause führte Geisenried gar, bevor Selina Müller mit zwei Treffern die Mannschaft noch vor dem Wechsel in Führung brachte. Nach der Pause konnten sich auch Luisa Fusch und Chiara Nicklaus in die Korbschützenliste eintragen und einen dann doch noch klaren 8:2-Sieg herausspielen. So kam es im letzten Spiel gegen den ebenfalls zweimal siegreichen TSV Werneck quasi zu einem „Endspiel“ um den Titel. Dabei war Werneck als Landesliga-Nord Meister leicht favorisiert, aber Niederwerrn hätte angesichts des besseren Korbverhältnisses ein Unentschieden gereicht. Und so wurde es für die fast 300 Zuschauer in Marktoberdorf zu einem erwartet sehenswerten Krimi. Niederwerrn agierte mit einer ganz starken Defensivtaktik gegen den besten Angriff der Liga und schaltete die TOP-Spielerinnen von Werneck fast vollständig aus. Das Problem war die überragende Korbhüterin auf Wernecker Seite, die die vielen Niederwerrner Chancen vorne allesamt zu Nichte machte. „Wir waren auf jede Kleinigkeit eingestellt und wie so oft spielerisch die bessere Mannschaft, aber Wernecks Korbhüterin war der Unterschied, obwohl Luisa Fusch bei uns im Korb eines ihrer stärksten Spiele bisher überhaupt gemacht hat“, meine Müller. Der Führungstreffer fiel erst 5 Minuten vor Schluss, als ein von Fusch abgewehrter Ball direkt in die Arme von Wernecks TOP-Korbschützin fiel und die nur noch einwerfen musste. Pech, denn die Abwehr startete in dem Moment schon zum Konter und somit war die Deckung kurzzeitig offen. Als dann 2 Minuten vor Ende das 2:0 durch einen 6m-Freiwurf fiel, dachten alle das sei die Entscheidung. Doch Niederwerrn gab nicht auf und erzielte mit einem sehenswerten Weitwurf durch Selina Müller den Anschlusstreffer zum 1:2. Da waren noch 60 Sekunden zu spielen. Als Werneck den Ball im Angriff verlor bekam man sogar noch eine Wurfchance. Müller setzte aus 8 Metern erneut an und der Ball schlug, unhaltbar für Wernecks Korbfrau, auf den hinteren Korbrand auf, aber eben nicht im Korb. Unglaublicher Einsatz, Laufbereitschaft und Kampf über die kompletten 30 Minuten von der ganzen Mannschaft, aber am Ende hat es nicht ganz gereicht. Das war´s – doch die vielen Zuschauer belohnten die Vorstellung beider Teams mit langem Applaus. Niederwerrn bekam danach von allen Seiten viel Lob für die gezeigte Leistung, feierte ein tolles Spiel, den Gewinn der Silbermedaille und die die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die im Mai in Dittelbrunn ausgetragen wird, genau in der Halle, in der fast dasselbe Team vor exakt 3 Jahren (damals noch als Jugend 15) schon einmal bei einer Deutschen Meisterschaft antreten durfte. Ein Erlebnis, auf das sich die Mädels schon heute unglaublich freuen, denn außer der Teilnahme vor 3 Jahren ist das erst die zweite Teilnahme eines Niederwerrner Korbballteams seit exakt 22 Jahren, als im Jahr 1995 zuletzt eine Niederwerrner Mannschaft auf einer Deutschen Meisterschaft spielte und damals sogar gewann…
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.